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[¸ôÆ®¸¸ ¹Ú»ç Ưº°±â°í ¿ø¹®] die Welt umfassenden Full Gospel Gemeinde

Die Liebe Gottes, die in Christus ist, umarmt die ganze Schöpfung, um sie zu erlösen.


Jürgen Moltmann


Die Neujahrspredigt von Pfarrer Yonggi Cho hat mich sehr ergriffen und meine Bewunderung für ihn gesteigert. Ich verneige mich in Ehrfurcht vor einem Theologen, der so souverän ist, um nach einer gro©¬en und ungemein erfolgreichen Mission neue Entdeckung am Evangelium zu machen und neu anzufangen, "Bu©¬e zu tun", wie er sagt. Es gibt nicht viele Pfarrer und Theologen in unserem Alter, die dazu bereit sind. Es gehört gro©¬er Glaubensmut dazu, nicht bei dem bisher Erreichten stehen zu bleiben, sondern etwas Neues zu wagen. Ich begrü©¬e die "Seelsorgewende" von Pfarrer Cho, ich gratuliere der Full Gospel Kirche und fgnews_common überzeugt, da©¬ Gottes Segen auf dieser neuen Orientierung liegt.

Vor 10 Jahren hielt ich zum ersten Mal einen Vortrag vor den Pfarrern und Missionarinnen der Full Gospel Church und sprach über den Heiligen Geist, der lebendig macht. Die Mission des Heiligen Geistes geht vom gekreuzigten und auferweckten Christus aus und erfolgt in 3 Wellen: 1. In der Erlösung der Seelen durch Erweckung des Glaubens, 2. in der Erneuerung des Lebens der menschlichen Gesellschaft, 3. in der Erneuerung der Erde zur Heimat alles Lebendigen. Ich glaube, da©¬ die Full Gospel Chirche zu einer "die Welt umfassenden Full Gospel Gemeinde" werden kann, wenn sie diesen Bewegungen des Heiligen Geistes folgt.


1. Seelenheil

Pfarrer Cho schreibt, er sei in seiner Mission zu sehr menschen-orientiert gewesen und habe das Heil auf die Erlösung der menschlichen Seelen beschränkt. Er wolle dafür Bu©¬e tun. Er hat das Heil aber doch auch in Heilungen des Leibes von quälenden Krankheiten praktiziert. Dafür mu©¬ er Gott danken und braucht keine Bu©¬e zu tun. Wir dürfen das Heil nicht weltflüchtig auf das Jenseits beziehen, sondern wollen es schöpferisch auf die ganze, von Gott geliebte Schöpfung anwenden. Denn mit der Erlösung der menschlichen Seele beginnt eine Geschichte des Heils, die erst im "neuen Himmel und der neuen Erde, auf der Gerechtigkeit wohnt"(2 Petr 3, 13), vollendet wird. Die Orientierung auf den Menschen und seine Seele ist richtig, wenn damit ein Anfang und keine Flucht gemeint ist. Nur geheilte Menschen können die Krankheiten der Gesellschaft und der Natur heilen. Nur Menschen, die von der Sündenlast befreit sind, können wahre Freiheit in versklavte Welt bringen. Menschen, die durch den auferstandenen Christus zu einer lebendigen Hoffuung wiedergeboren sind, bringen Hoffnung in eine arrogante und zugleich verzweifelte Welt.

Der Geist Christi führt uns über uns selbst hinaus und l䩬t keinen Heilsegoismus zu. Wir sehen die Völkerwelt im Licht des kommenden Reiches Gottes und geben ihr Hoffnung. Wir sehen die leidende und seufzende Naturwelt im Licht ihrer Neuschöpfung in der ewigen Gegenwart Gottes und geben ihr Hoffnung. In der Hoffnung auf das Kommen Gottes und in seiner Liebe umarmen wir gleichsam die ganze Welt und geben nichts verloren. Alles nehmen wir in unser Danken und Beten auf und bringen es in die offenen Arme Gottes. Die wunderbare Erlösung unserer Seele führt uns in diese kranke Welt hinein, um sie nach unseren Kräften zu heilen. Seelenheil ist erst der Anfang einer versöhnten, geheilten und erlösten Welt.


2. Sozialheil

Von Anfang an hat die Christenheit das Erbarmen mit den Armen und Kranken in die Welt gebracht. Heute richten viele Kirchen Suppenküchen und Schutzräume für Heimatlose ein und bieten ihnen freie medizinische Versorgung an. In dieser Nächstenliebe steckt auch Christusliebe, denn Christus begegnet uns in den Hungrigen, Heimatlosen, Kranken und Gefangenen (Matth 25, 40). Darum stehen Christen immer auf der Seite der Opfer von Unrecht und Gewalttat. Heute müssen wir uns aber auch in die Politik einer Gesellschaft einmischen, die viele Menschen arm, krank und heimatlos macht und deshalb nicht gerecht zu nennen ist. Die beste politische Form für die Freiheit ist heute die Demokratie, die beste politische Form für die Gleichheit aller Menschen ist die soziale Demokratie, die "jedem das Seine gibt" und von "jedem das Seine fordert" und damit eine solidarische Gesellschaft aufbaut.

Unter dem heutigen Verhältnissen ist die freie Solidarität der Menschen ein Abbild des Reiches Gottes, in dem es genug für alle gibt. Die gro©¬artige Hilfe der Völker auf die Flutkatastrophe in Asien ist ein Beweis dafür, da©¬ Menschen durchaus zur Solidarität in der Not bereit sind.


3. Naturheil

 Pfarrer Cho hat ganz recht: Alle Geschöpfe dieser Erde seufzen mit uns nach Erlösung von der Gewalt des Bösen und der Macht des Todes. Das Erlösungswerk Gottes umfa©¬t auch die Welt der Natur und bringt die Glaubenden in eine Hoffnungsgemeinschaft mit allen Geschöpfen. Darum dürfen wir die Natur nicht als blo©¬es Material für den Aufbau unserer  Zivilisation ansehen, wie es die moderne weltanschauung verlangt. Die Erde ist auch die Heimat für Gottes geliebte Geschöpfe, für Pflanzen, Bäume und Tiere. Sie alle sind nicht um unseretwillen da, sondern haben ihre eigene Würde und ihre eigenen Rechte. Sie sind unsere Mi tgeschöpfe in der gro©¬en Schöpfungsgemeinschaft. Darum müssen wir ihr Lebensrecht respektieren und dürfen sie nicht ausrotten. Wir sind nicht die Herren und Eigentümer der Natur, wie die Moderne Welt behauptet. Gott der Schöpfer ist Eigentümer der Natur. Wir Menschen haben nur gewisse Nutzungsrechte und müssen das Recht Gottes achten, sonst kommen wir mit der zerstörten Natur um. La©¬t uns darum zu ¡°Freunden der Erde¡± werden und alle Projekte der modernen zivilisation auf ihre Umweltverträglichkeit prüfen. Wer die Umwelt zerstört, hat keine Ehrfurcht vor Gott. Am ¡°Tag der Erde¡± wollen wir uns verneigen und die Erde um Verzeihung bitten für die Verwüstungen, die Menschen ihr antun. Christus ist auch der Heiland der Schöpfung :

¡°Alles ist durch ihn versöhnt, es sei auf Erden oder im Himmel, denn er hat Frieden gemacht durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst¡±, sagt der Kolosserbrief 1,  20.

 

±â»çÀÔ·Â : 2005.02.11. am 11:20 (ÆíÁý)
À̼ÒÈç±âÀÚ (shlee@fgtv.or.kr)